Die Bergische Gartenarche

www.bergiche-gartenarche.de

Die Bergische Gartenarche, der Arbeitskreis zur Erhaltung der traditionellen Nutz- und Zierpflanzenvielfalt im Bergischen Land, gründete sich 2001. Man machte sich zur Aufgabe, alte Landsorten, die bereits vor 1950 in den Gärten des Bergischen Landes angebaut wurden, aufzuspüren, zu sammeln, zu vermehren und wieder stärker in die Gärten der Region zu bringen, um sie so vor dem Aussterben zu bewahren.

Dies wurde notwendig, da die früher selbstverständliche Weitergabe von Pflanzen und Saatgut sowie eine eigene Saatgutgewinnung nicht mehr stattfindet, was für viele Sorten das Ende bedeutet.

Die Gesetzgebung der Europäische Union im Bereich Zucht, Vertrieb und Handel von Saatgut, trägt zu diesem Missstand bei, da sie wirtschaftlich orientierte Chemie- und Saatgutkonzerne bevorteilt.

Zahlreiche Sorten sind bereits verloren gegangen, da diese Saatgutmulitis den Markt beherrschen und mit ihren Neuzüchtungen alte Sorten aus den Zulassungslisten verdrängen, mit der Folge, dass bestimmte Sorten nicht mehr im Handel sind.

Dem will die Bergische Gartenarche etwas entgegen setzen!  Sie vermehrt und verbreitet die alten Sorten in den Hausgärten, wodurch sie nachhaltig gesichert sind.

Zusätzlich möchte sie das Wissen um den Anbau, die Pflege, die Verwendung und die Saatgutgewinnung der alten Gemüsesorten in Kursen, Seminaren und Garten-Veranstaltungen gerne weitergeben.

Noch mehr Informationen über die Arbeit der Bergischen Gartenarche finden Sie auf unserer Website: www.bergiche-gartenarche.de

Projekte

Der Archegarten im Freilichtmuseum

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Mit Unterstützung des Fördervereins des Museums konnte die Bergische Gartenarche 2007 einen Schaugarten im Eingangsbereich des Freilichtmuseums Lindlar anlegen. Er sollte die Besucher begrüßen, aber auch auf die Vielfalt und das Verschwinden alter Gemüsesorten aufmerksam machen.

In diesem Garten zeigte die Bergische Gartenarche ca. 100 verschiedene der gesammelten alten Pflanzen, darunter verschiedene Gemüse, Kräuter und Beerensträucher. Hier wurden die Pflanzen verglichen, aber auch auf ihre Eigenschaften geprüft und Saatgut geerntet. Besondere Beachtung kam diesen Pflanzen bei Führungen und Seminaren zuteil. Das Wissen um samenfeste Sorten, aber auch das Gewinnen von Saatgut und die Verarbeitung alter Kulturpflanzen wurde mit Erfolg weiter gegeben.

Doch durch den lautstarken Verkehr der nahen Straße war es fast unmöglich vernünftige Veranstaltungen in dem Erhaltergarten stattfinden zu lassen. So ergab es sich, dass nach 15 Jahren der Schaugarten umziehen musste.

Im Winter 2021/22 suche man einen neuen Standort und fand ihn im oberen Museumsgelände, nahe der neu errichteten Schule aus Hermesdorf. Auf einer Fläche, die bisher als Feld genutzt wurde, hat der neue Garten schnell Gestalt angenommen. Der Förderverein beteiligte sich großzügiger Weise an dem Projekt, indem er den Staketenzaun als Umzäunung stiftete.

Hier am neuen Standort wird der Garten viel besser von Besuchern wahrgenommen, die Seminare können in Ruhe und die Arbeit mit Freude durchgeführt werden. Auch an diesem neuen Standort sind die Ziele die Gleichen wie im alten Garten: Erhalten, vermehren und weitergeben.

 Eine Gruppe von tatkräftigen Frauen, die sich alle 3 Wochen um den artenreichen Garten kümmert, lässt ihn aufblühen und sorgt dafür, dass die alten Schätze erhalten und vermehrt werden. Im Jahr 2022 zeigte es sich schon, dass es sich gelohnt hat, den Umzug durchzuführen, denn die Ernte vom samenfesten Saatgut war noch niemals so hoch wie in diesem Jahr. Zudem macht die Arbeit an diesem Standort doppelt so viel Freude.